Strom und Energie für Villingen-Schwenningen
Solarflüssigkeit
Die zwischen Kollektor und Solarspeicher bei einer Thermischen Solaranlage eingelagerte Flüssigkeit bezeichnet man als Solarflüssigkeit. Die Solarflüssigkeit ist dabei dafür zuständig die im Absorber eingestrahlte Sonnenwärme aufzunehmen.
Die Steuerung einer Thermischen Solaranlage sorgt dann dafür, dass das erwärmte Wasser, also die Solarflüssigkeit über ein System von Leitungen in den Pufferspeicher gepumpt wird. Die Solarflüssigkeit durchfließt dort einen Wärmetauscher. Im Puffer wird die Wärme dann an das darin befindliche Wasser abgegeben, das kältere Wasser wird dann wieder zurück zu den Kollektoren geleitet.
Es handelt sich bei der Solarflüssigkeit dabei in der Regel um ein Wasser-Glykol-Gemisch, wobei man auch reines Wasser verwenden kann. Insbesondere jedoch in nördlichen Breiten verzichtet man darauf reines Wasser als Solarflüssigkeit zu verwenden. Dort besteht wegen der Witterungsverhältnisse nämlich die Gefahr, dass der Solarkreis einfriert. Aus diesem Grund setzt man dem Wasser spezielles Frostschutzmittel bei. Das Mischungsverhältnis zwischen Wasser und Frostschutzmittel liegt dabei immer bei 50 Prozent.
Anforderungen
Die für die Solarflüssigkeit verwendete Frostschutzmittel dürfen nach DIN 4757 T1 nicht giftig sein, aber auch nicht reizend oder ätzend. In der Regel werden daher biologisch abbaubare Propylenglykol-Gemische als Zugabe für das Wasser verwendet.
Dabei gilt, desto höher die Glykol-Konzentration der Solarflüssigkeit ist, um so extremeren Temperaturschwankungen kann man die Solaranlage aussetzen, ohne dass diese Schaden nimmt. Eine höhere Glykol-Konzentration der Solarflüssigkeit bedeutet hingegen aber auch ein Verminderung des Wirkungsgrades der Solarflüssigkeit als Wärmeträger.
Es gibt aber auch Kollektoren, bei denen man die Solarflüssigkeit bei extremen Temperaturen auch vollständig entleeren kann, bzw. sehen die so genannten Drain-Back-Systeme (kurz: DBS) bei extremen Temperaturen einen Stillstand der kompletten Anlage vor. Die Drain-Back-Systeme werden daher ausschließlich mit reinem Wasser betrieben werden, ohne jegliches Frostschutzmittel.
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